31.12.2009

Islam - Religion des Friedens?

Die Tage ist es mir mal weider aufgefallen als ich Nachrichten im Radio hörte. Etwa zwei drittel der Nachrichten ging um Probleme mit islamischen Ländern oder islamische Terrorakte.

Was ist der Islam nur für eine Religion? Muslime, was geht in Euch vor?

Erschüttert hat mich auch was ich in den Artikel gelesen habe:

Christliche Studentin in Mosul von Islamisten entführt


(Mosul) In der nordirakischen Stadt Mosul wurde eine junge Christin entführt. Die Universitätsstudentin ist nicht das erste Opfer von Islamisten. Christliche Studentinnen sind im Visier muslimischer Fanatiker weil sie unverschleiert sind und geschminkt.

Sarah Edmond Youhanna studiert im ersten Jahr Erziehungswissenschaften an der Universität Mosul. Am 28. Dezember wurde sie von Unbekannten entführt. Die Entführer meldeten sich bei den Familienangehörigen und gaben sich als islamistische Gruppe zu erkennen.

Die Sicherheitskräfte haben Ermittlungen eingeleitet und einige muslimische Studenten verhaftet. Der schwerwiegende Vorfall löste eine Panikreaktion unter den christlichen Studenten Mosuls aus. Bereits in der Vergangenheit waren christliche Studentinnen mehrfach Opfer von Angriffen, u.a. von Säureattentaten. Sie zielen auf die Entstellung der unverschleierten Gesichter der Christinnen ab.

In den vergangenen zwei Monaten wurden vier Kirchen und ein Kloster in Mosul von Islamisten attackiert und zahlreiche Wohnhäuser und Geschäftslokale von Christen zerstört. Fünf Christen wurden ermordet, andere schwer verletzt oder entführt. Laut Angaben der Behörden seien diese Angriffe gegen Christen Teil einer gezielten „ethnischen und religiösen Säuberung“.

Örtliche Quellen bestätigten gegenüber Asianews, daß die Angriffe als „Warnung“ an die Christen des Irak zu verstehen seien und als Aufforderung, das Land zu verlassen. Seit Beginn des letzten Irak-Krieges flüchtete fast die Hälfte der irakischen Christen ins Ausland oder sind Flüchtlinge im eigenen Land. Sie finden kaum Arbeit und haben kaum Zukunftsperspektiven. „Wenn sich nichts schlagartig ändert, ist die christliche Gemeinschaft des Irak zum Sterben verurteilt“, zitiert Asianews einen irakischen Vertrauensmann.

Foto: Irakerinnen Foto: Asianews
Artikel: Asianews/GN


Würde so etwas Vertreter meiner Religion tun, ich würde mich schämen und was dagegen tun. Muslime in Deutschland, was macht ihr außer wegschauen?

26.12.2009

Was nutzt es wenn man Weihnachten nur feiert.

Was nützt es, wenn ihr immer noch zur Krippe kommt, die ich euch in der Höhle zu Greccio dargestellt habe?

Was nützt es, wenn ihr die Demut des göttlichen Kindes bewundert, die Freude der heiligen Jungfrau mitempfindet oder das Staunen des heiligen Josef, der nur gebraucht wurde, nicht mehr?

Was nützt es, wenn ihr den Eifer der Hirten verfolgt, die alles liegen- und stehen ließen, nur um den Heiland zu suchen und zu schauen?

Was nützt es, wenn ihr Weihnachten nur feiert, euch Geschenke aufrechnet und für ein paar Stunden gerührt seid?

Ich habe euch die Krippe nicht zum Anschauen geschenkt, sondern zum Anfassen. Man muss das Kind "auf seinen Händen tragen", muss die Muttergottes und ihren Mann "in die Arme nehmen", man muss sich mitten unter die Hirten gesellen und einer von ihnen werden.

Mit den Gestalten der Heiligen Nacht eins werden, das ist es. Man muss selber die Demut des Kindes lernen, dem Staunen und der Freude der "Eltern" im eigenen Herzen Raum geben, man muss sich von den Hirten anstecken lassen. Man muss etwas davon merken, nach Weihnachten, dass man die Christi Geburt gefeiert hat. Und man wird sich auf den Weg machen müssen, um an Epiphanias (Erscheinung des Herrn) seine eigenen Gaben zu bringen... Nein, sich selbst."

(Aus der "Weihnachtspredigt des hl. Franz von Assisi" - 1181/1182 - 1226)

Das erstaunliche an der Predigt ist die Aktualität. Menschen ändern sich anscheinend nie.

Also mein Weihnachten war super. Ich verbrachte es in mitten meiner Familie und mit Freunden. Es war sehr würdig, es lies Zeit zur Besinnung, es war eigentlich das Gegenteil von dem Stress was die meisten mitmachen.

Ich wünsche nun allen ein schönes Rest-Weihnachten und wer will kann sich ja mal informieren was hinter Weihnachten so steckt. Wer Jesus war, wer Marie und vieles mehr.

23.12.2009

Freiwilligkeit kontra Zwang - Christentum kontra Islam.

Thomas Schirrmacher hat in einem Beitrag einen sehr interessanten Aspekt aufgezeigt den es zwischen dem Christentum und den Islam gibt: Freiwilligkeit.

Ausgehend von einem Zahlenvergleich im Magazin Spiegel, analysiert Thomas Schirrmacher worin der eigentlich Unterschied zwischen dem Wachstum des Islams und des Christentums besteht: Der Islam wächst stark durch Geburtenüberschüsse und teilweise durch Zwang.
Das Christentum mag auch durch Geburtenüberschüsse wachsen, hat jedoch in der Freiwilligkeit der Religion einen entscheidenden Nachteil: Christen dürfen sich - im Gegensatz zu Muslimen - frei für eine jede Religion entscheiden, Christen werden nicht zum Christsein gezwungen, Muslime jedoch massiv zum Islam.

Das ist ein sehr großer Unterschied, man merkt in überall wo man dem Islam begegnet. Natürlich gibt es auch Muslime die sehr wohl jeden die Freiheit eingestehen sich selber zu entschieden was man möchte, jedoch gibt es in kaum einer Religion als dem Islam so viele die sich für Druck und sogar Gewalt aussprechen um Zweifelnde vor einem Wechseln abzuhalten. (Apostasie) Warum wohl? Wenn der Islam die richtige Religion wäre, dann bräuchte es doch diesen Druck nicht? Oder?

22.12.2009

Der heidnische Weihnachtsbaum?

Gerade Atheisten werfen Christen vor, das der Weihnachtsbaum ja heidnischen Urspungs sei und das weihnachtsfest nicht christlich ist. Der Vorwurf lautet, das man den heidnischen Julbaum adoptiert hat und Weihnachten eigentlich ein heidnisches Fest feiert.

Nun steht auf Wikipedia und anderen Seiten etwas anderes. Der Weihnachtsbaum hat seinen Ursprung bei Paradiesspielen zum Gedächtnis an Adam und Eva.

Link: Wikipedia
Link: Katholisches Magazin

20.12.2009

Weg mit dem Kruzifix!

Die Diskussionen über das "Kruzifix" sind nichts neues. Das Symbol was für Christen die Liebe Gottes symbolisiert, ist für Nicht-Christen aus irgendwelchen Gründen schwer ertragbar.
Dies ist schon lange der Fall, das Kreuz war immer das Ziel von Nicht-Christen, schon von Anfang an, bis Heute. So auch vor mehr als 60 Jahren wie nachfolgende Geschichte aufzeigt:

"Weg mit dem Kruzifix!"
In einer bayerischen, an der Donau gelegenen Stadt hat es sich zugetragen. Dort wurde die Frau eines höheren Parteifunktionärs der NSDAP in ein Krankenhaus eingewiesen, wo sie jenem Ereignis entgegensah, dem eine schwere Stunde vorausgeht. Die Frau wurde von den Ordensschwestern mit viel Liebe aufgenommen, trotzdem man wußte, wes Geistes Kind sie war. Auch von den Ärzten wurde die angehende Mutter aufs sorgfältigste betreut. Ein Grund zur Beschwerde lag nicht vor. - Und doch: Gleich nach ihrem Zugang stellte die Frau an die Schwester die Bitte, das große, kunstvoll geschnitzte Kruzifix, das über ihrem Bett im Krankenzimmer erster Klasse hing, zu entfernen. Dies Bitte wurde rundweg abgeschlagen. Da alles nichts nutzte, trug sie ihre Bitte dem Chefarzt vor. Aber auch dieser vertrat die Meinung seiner braven, pflichttreuen und verläßlichen Schwestern. Das Kruzifix blieb auf seinem Platz. Inzwischen war die Geburtsstunde des sehnlichst erwarteten Kindes gekommen. Alles verlief in schönster Ordnung. Die Freude der Mutter kannte keine Grenzen, nur die Ärzte und Schwestern blieben merkwürdig ernst. "Ich muß das Kind erst einer genauen Untersuchung unterziehen, bevor ich es ihnen überlasse", sagte der Chefarzt und ging mit der Schwester, die das Kind trug, weg. - Nun sagte die Mutter zu der bei ihr weilenden Schwester von neuem: "Weg mit dem Kruzifix!" - "Ich will nicht, dass mein Kind dieses widerliche Zeichen jemals zu Gesicht bekommt".
Eine Flut von Lästerungen ergoß sich über ihre Lippen. Die Schwester schwieg. - Kurz darauf kam der Chefarzt mit der zweiten Schwester und dem Kind zurück. Aufs neue stellte die junge Mutter die heftige Forderung auf Entfernung des Kruzifixes. "Mein Kind soll dieses Zeichen des Aberglaubens nie und nimmer zu Gesicht bekommen", war die Begründung. Arzt und Schwester sahen sich vielsagend an und als die Frau von neuem mit Schmähungen und Lästerungen begann, sagte der Arzt in ernstem Ton: "Meine Dame, beruhigen sie sich, ihr Kind wird dieses Zeichen nie zu Gesicht bekommen: Ihr Kind ist blind geboren und wird es zeitlebens bleiben."
Ein jäher Aufschrei der jungen Mutter hallte durchs Zimmer. Dann sank sie gebrochen in die Kissen zurück und weinte bitterlich. Tiefernst entfernte sich der Arzt, die beiden Schwestern trösteten die Wöchnerin so gut es ging und beteten ein Vaterunser für das arme Kind und seine verblendete Mutter. - Helle Aufregung herrschte im Krankenhaus und die Wucht dieses Geschehens lastete noch lange auf Ärzten und Schwestern. - Die damals geknebelte Presse aber schwieg.

(Aus: Gott greift ein - von A.M.Weigl)

Quelle: 'Immer die Diktaturen'

11.12.2009

13.000 Menschen gerettet, 13. 000 Babys dürfen leben - ist das falsch?

Die österreichischen Grünen (... und sicher auch bald die Grünen und LINKEn in der BRD) wollen Abtreibungsgegner kriminalisieren. An statt dessen das man etwas gegen Abtreibungen unternimmt, kriminalisiert man die Abtreibungsgegner.
Vermutlich waren die Abtreibungsgegner zu erfolgreich, haben sie es doch geschaft das 13.000 Babys auf die Welt kommen durften, die vorher kein Recht auf Leben hatten. 13.000 Babys, das sind auch 26.000 Mütter und Väter die davor bewahrt wurden ihr Kind zu verlieren. Das sind 52.000 Großeltern die ein Enkelkind bekommen haben.

13.000 Babys, alleine in Österreich. Man stelle sich einmal diese Zahl vor. Und an statt dessen das man es als riesigen Erfolg wertet will man diejenigen bestrafen die das geschaft haben. Was sind diese Politiker nur für Menschen?

Quelle: Österreichische Grüne wollen 6 Monate Gefängnis für Lebensschützer

08.12.2009

Muslime glauben nicht an den Islam

Immer häufiger liest man das in Islamischen Ländern Christen verhaftet werden weil sie offen mit über Ihren Glauben mit Muslimen gesprochen haben.
So unfassbars das für uns Europäer ist, aber es ist traurige Tatsache das in den meisten islamischen Ländern keine Religionsfreiheit herrscht und es üblich ist das Christen verhaftet werden nur weil sie von ihren Glauben erzählen.

So ist es vor ein paar Tagen in dem beliebten und angeblich so tolleranten Urlaubsland Marokko geschehen.

Artikel:

In Marokko sind 17 Personen wegen "Verbreitung des Evangeliums" festgenommen worden. Unter den Verhafteten seien zwei südafrikanische Staatsbürger, ein Guatemalteke und ein Schweizer, berichtete die Agentur Kathpress.


 Das marokkanischen Innenministerium teilte in einem offiziellen Kommunique mit, die Sicherheitskräfte hätten eingegriffen, nachdem es "Informationen über evangelikale Missionsbestrebungen" gegeben habe. Diese Missionsbestrebungen hätten die "religiösen Werte des Königreichs" in Gefahr bringen können.


Die christlichen Missionare ausländischer Staatsbürgerschaft würden in ihre Heimatländer ausgewiesen. Über das Schicksal der marokkanischen Staatsbürger werden in dem Kommunique aus Rabat keine Angaben gemacht.


Bereits im März hatten die marokkanischen Behörden fünf evangelische Christen wegen "Proselytismus" (Abwerbung von Gläubigen) ausgewiesen. Es handelte sich um vier Spanierinnen und eine Deutsche. Die Christinnen befanden sich unter 23 ausländischen Touristen und Einheimischen, die bei einer Polizeirazzia in Casablanca festgenommen wurden. Am nächsten Tag wurden die fünf Christen nach Spanien abgeschoben.


Zwar ist in Marokko die Glaubensfreiheit für die im Lande lebenden Christen garantiert, doch verbietet das Gesetz jede Propagierung für andere Religionen. Wer "einen Muslim in seinem Glauben zu erschüttern oder ihn zum Übertritt zu einer anderen Religion zu bewegen versucht", kann nach marokkanischen Gesetzen zu bis sechs Monaten Gefängnis verurteilt werden.


Das Königreich Marokko zählt rund 32 Millionen Einwohner. Fast 99 Prozent sind Muslime, davon 90 Prozent Sunniten. Daneben gibt es etwa 69.000 Christen und 8.000 Juden.  
(Quelle:apd / jesus.de )

Ich frage mich wie unglaubwürdig Muslime den Islam halten wenn sie solche Aktionen für Notwendig erachten um ihre Religion zu schützen. Wie können 17 Christen die "religiösen Werte des Königreiches Marokko" in Gefahr bringen.

Da kann man jeden nur empfehlen eine ngroßen Bogen um Marokko zu machen, oder wer will schon Urlaub in einem Land machen in dem Menschen wegen so etwas ins Gefängis kommen?


03.12.2009

Der aufziehende Kulturkampf 2.0

Folgender Beitrag von Prof. Dr. phil. Dr. theol. Thomas Schirrmacher hat mich sehr bewegt, spricht er doch das aus was viele aktive Christen tagtäglich erleben:


Warum die Manhattan Erklärung recht hat

Eine Stellungnahme für das Institut für Ethik und Werte, Gießen

Der sogenannte Kulturkampf war eine Auseinandersetzung zwischen der römisch-katholischen Kirche unter Papst Pius IX. und dem Königreich Preußen beziehungsweise dem kaiserlichen Deutschen Reich unter Reichskanzler Otto von Bismarck zwischen 1871 und 1887. Mit Hilfe des Gesetzes sollte der öffentliche Einfluss der Kirche zurückgedrängt werden. Gemeint war die katholische Kirche, die Gesetzgebung traf jedoch alle Kirchen, ja trifft teilweise alle Religionen in Deutschland bis heute, insofern damalige Bestimmungen heute noch greifen.

Am Anfang stand 1871 der berühmte „Kanzelparagraph“, der Pfarrer für politische oder vermeintlich politische Aussagen haftbar machte. Es folgte 1875 die Zivilehe – eine Eheschließung vor religiösen Würdenträgern war fortan streng verboten (außer als Nachfeier). 1875 folgte das „Brotkorbgesetz“, durch das man den Kirchen systematisch indirekte finanzielle Unterstützungen entzog. Schließlich wurden alle kirchlichen Schulen einer rigorosen staatlichen Schulaufsicht unterstellt. Auch in vielen anderen Fragen sollten die Kirchen gezwungen werden, nach den Spielregeln des Staates zu spielen.

Viele der Bestimmungen galten lange oder gelten heute noch. Der Kanzelparagraph wurde erst 1953 aufgehoben. Erst seit 2009 muss einer kirchlichen Ehe keine standesamtliche mehr vorangehen. Dass die religiöse Trauung rechtlich im Gegensatz zu fast allen anderen westlichen Ländern in Deutschland nicht existiert, hat sich bis heute aber nicht geändert.

Bischöfe wanderten ins Gefängnis, der Staat beobachte erstaunt, wie eine schlafende Masse von unpolitischen Christen plötzlich aus Solidarität den Aufstand probte. Nachdem viel unnötiges Porzellan zerschlagen war, gab der Staat schließlich auf. Er hielt sowieso nur bis 1918.

Den christlichen Kirchen wurde im Kulturkampf zwar schwer geschadet. Zugleich aber erlebten sie über weite Strecken auch eine Neubelebung – und am Ende gab der Staat klein bei. Man traf dabei wesentlich stärker die Kirchen, die man gar nicht meinte, vor allem die evangelischen, während das eigentliche Ziel, die internationale Verflechtung der Kirchen zu brechen, völlig scheiterte. Das Klima wurde auf Jahrzehnte vergiftet. Loyale Staatsbürger wurden gezwungen, sich zwischen ihrem Glauben und dem Staat zu entscheiden, ohne dass irgendjemand davon wirklich einen Nutzen hatte.

Ähnliche Kulturkämpfe hat es immer wieder gegeben. Der Nationalsozialismus hatte nichts gegen Kirchen, wenn sie sich stromlinienförmig der Partei anpassten und Soldaten zu guten Soldaten machten. Die DDR wollte sozialistische und kontrollierbare Kirchen. Praktisch alle westlichen Länder haben von Zeit zu Zeit ähnliche Phasen durchgemacht. In den USA findet der Kulturkampf schleichend seit fast 30 Jahren statt, was schließlich zur Manhattan-Erklärung geführt hat.

Natürlich gibt es Unterschiede zwischen damals und heute. Die politische Macht der katholischen Kirche war damals wesentlich größer. Zudem leben wir heute im Westen in bewährten Demokratien.

Um so erstaunlicher ist es, wie viele Kräfte es heute gibt, die in den friedlichen westlichen Gesellschaften gegenüber den friedlichen Kirchen von heute eine Neuauflage „Kulturkampf 2.0“ anstreben und organisieren. Großbritannien ist darin ein Vorreiter. Dort zahlen bereits Bischöfe der Kirche von England – ironischerweise dort immer noch zumindest offiziell die Staatsreligion – horrende Strafen für Predigten zum Thema Sexualität und müssen zwangsweise Antidiskriminierungsseminare besuchen. Alle katholischen Adoptionsstellen wurden geschlossen, weil man gezwungen wurde, auch an gleichgeschlechtliche Paare Kinder zu vermitteln, und immer öfter werden Christen aus dem Staatsdienst entlassen, etwa weil sie ein Kreuz tragen.

Abtreibung, Bioethik, Sexualität, Ehe, Familie, Gender Mainstream – die Liste der Themen wird immer länger, bei denen man die Kirchen zwingen will, so zu denken und handeln, wie die „veröffentlichte“ Meinung (denn die „öffentliche“ Meinung der Bevölkerungsmehrheit hat man dabei nicht immer auf seiner Seite und interessiert sich nicht unbedingt dafür).

Christen sollen nichts mehr für falsch halten dürfen, was andere tun. Sie sollen ihre Ethik ad acta legen, nicht etwa zugunsten keiner Ethik oder einer freien Ethik nach Gutdünken, sondern zugunsten der Ethik derer, die den Kulturkampf führen. Die Kirchen sollen entweder in ihrer Mitte die Ethik anderer praktizieren, oder andernfalls völlig aus dem öffentlichen Leben verdrängt werden.

Deutlich wird das etwa bei der religiösen Kindererziehung. Die Stadt Berlin macht vor, dass es nicht darum geht, den Religionsunterricht abzuschaffen, sondern alle Kinder zwangsweise in den staatlichen Weltanschauungsunterricht namens ‚Ethik’ zu schicken. Im schulischen Leben spielt das vom Grundgesetz und den internationalen Menschenrechtserklärungen garantierte Recht der Eltern, ihre Kinder im Sinne ihrer Religion erziehen zu dürfen, längst keine Rolle mehr. Und der Trend, dass auch Christen wie jedermann gefälligst ihre Kinder in staatlichen oder staatlich finanzierten Krippen abzugeben haben und schnell jeder, der seine Kinder zu Hause betreut, der Asozialität verdächtigt wird, ist ungebrochen.

Sicher, Geschichte wiederholt sich nicht, aber dennoch kann man seine Lehren aus ihr ziehen. Die Parallelen sind verblüffend: Das Mittel der Christenverfolgung und der Religionsbedrückung war damals wie heute in der westlichen Welt das Recht und die Gesetzgebung. Mit immer neuen Stellschrauben des Gesetzes wollte und will der Staat Christen zu etwas zwingen, ohne zu offener Gewalt greifen zu müssen. Gewalt war es allemal, aber weil es staatliche Gewalt war, schien sie legitimiert.

Die Auseinandersetzung ist in Deutschland, in Europa, ja in der ganzen westlichen Welt so überflüssig wie ein Kropf. Es sind nicht die Kirchen in Deutschland oder Europa, die an sozialem Unfrieden schuld sind oder von denen Diskriminierung und Gewalt gegen andere ausgehen.

Die Europäische Union hat gewaltige Aufgaben vor sich. Doch statt Arbeitslosigkeit und Rassismus zu bekämpfen, grast sie die Gesetzgebung ab, wo Kirchen als Religionsgemeinschaft vermeintliche Sonderrechte haben. Religionsfreiheit, nein danke? Kirchliches Selbstbestimmungsrecht nach § 140 des deutschen Grundgesetzes, aber wieso denn? Jede Kirche soll gefälligst wie jede Firma dem unmittelbaren Zugriff des Staates unterliegen. Gewissensnöte Gläubiger? Die werden schon einknicken, wenn der Druck nur stark genug ist.

Die EU, genauer bestimmte politische Kräfte in der EU, wollen die christlichen Kirchen in die Knie zwingen. Nicht etwa den in einigen Teilen mit klarem politischen Machtanspruch auftretenden Islam, nicht die islamistische Minderheit, die unverhohlen Gewalt einsetzt, denen man vielmehr erstaunlich sanftmütig entgegentritt und deren Kritiker man mit millionenschweren Aktionen gegen Islamophobie das Leben schwer macht. Nein, den christlichen Kirchen, die in den Ländern der EU ganz wesentlich den Staat mittragen, die Demokratie stützen, die Zivilgesellschaften bereichern. Den Kirchen, die den Gedanken eines friedlichen Europas und seine Begründer mit hervorgebracht haben – man denke nur an europäischen Urvater Robert Schumann.

Es spielt überhaupt keine Rolle, um welche Themen es im Einzelnen geht. Manch ein Christ, manch eine Kirche, wird sich bei manchem Thema lieber wegducken wollen. Manches Thema wird ihnen lästig sein, bei manchen Themen verstehen sie nicht, warum es anderen Christen so wichtig ist. Aber sie alle werden der Grundsatzfrage auf Dauer nicht aus dem Weg gehen können. Die eine oder andere Kirche, der eine oder andere Theologe mögen länger in der Öffentlichkeit als nicht so eng gelten – am Ende wird es alle treffen.

Ich schreibe das ganz unaufgeregt und undramatisch. Die christlichen Kirchen haben die Feindschaft und den Untergang Roms überlebt, wie den Nationalsozialismus, den Stalinismus und den Maoismus und viele weniger brutale Herausforderungen. Die meisten Christen dieser Welt wünschten sich, sie hätten die Freiheiten, die Christen im Westen haben. Die Welt verändert sich ständig, und damit kommen auch für die Kirchen immer neue unvermutete Herausforderungen. Und der Ausbreitung der Botschaft vom Frieden mit Gott durch Jesus Christus weltweit hat aufs ganze gesehen der Druck von außen nicht geschadet – im Gegenteil, die Kirchen wachsen derzeit unter Druck weltweit am stärksten.

Das ändert aber nichts daran, dass die neue Kraftprobe real ist. Gesellschaftliche Kräfte im Westen missbrauchen den Staat, um die Kirchen in die Knie zu zwingen und ethisch stromlinienförmig an ihre Weltanschauung anzupassen. Der Staat wird zur Beute der Weltanschauung der einen, die dann ihre vermeintlichen Gegner unterdrücken.

Das wird dem Staat viele Triumphe bescheren, zumal die Kirchen völlig friedlich reagieren. Der Gesellschaft aber wird es schwer schaden, gute Bürger in unnötige Zwangslagen bringen, die Demokratie aus dem Takt bringen, da Menschen mundtot gemacht werden sollen. Am Ende wird es aber den christlichen Glauben nur gestärkt haben, die Zustimmung zu ‚denen da oben’ aber abnehmen lassen.

Und auch die Familie, die dabei allzu oft im selben Zusammenhang für tot erklärt und als unmodern hingestellt wird, wird beweisen, dass sie nicht zufällig als Institution seit Jahrtausenden existiert – und nicht zufällig damit viel länger, als die Staaten, in denen wir leben.

Der Staat erzwingt zunehmend den Widerstand von Christen gegen einen Staat, den sie eigentlich befürworten, ja oft lieben. Doch wenn sie denn völlig unnötig vor die Wahl gestellt werden, werden sie zunehmend und immer geschlossener mit Petrus und Johannes sagen: „Man muss Gott mehr gehorchen, als den Menschen.“ Man muss und will als Christ Menschen oft gehorchen. Der Staat ist für ein friedliches Zusammenleben gottgewollt. Aber man muss Gott mehr gehorchen, wenn der Staat einen vor die Wahl stellt. Petrus und Johannes sollten durch Gefängnishaft daran gehindert werden, öffentlich über Jesus zu sprechen. Die Machthaber, die das beschlossen, sind schon lange vergessen. Die Botschaft von Jesus wird dagegen so oft verkündigt, wie noch nie zuvor, oft unter dem erfreulichen Schutz der Religionsfreiheit, noch öfter trotz staatlichem Verbots oder gesellschaftlicher Bedrohung.

Das ganze kann böse enden. Damit meine ich nicht, dass zu befürchten steht, dass Christen gewalttätig werden. Die Kirchen haben viel Übung im gewaltlosen Widerstand – gegen Kindesaussetzung zur Zeit der Römer, gegen Sklaverei im 18. Jahrhundert, gegen Apartheid in Südafrika, gegen die Auflösung der Familie und die Unterdrückung religiöser Kindererziehung in der Sowjetunion. Aber es wird ein Klima geschaffen, in dem zum einen gegen Christen zunehmend medial und justizial gehetzt wird und in dem starke Kräfte von den wirklichen Problemen unserer Gesellschaften abgezogen werden. Der Staat Bismarcks überlebte bis 1918. Die Überlebenschancen unserer Staaten und Demokratien ist mit den Kirchen sicher viel größer als gegen die Kirchen.

Mein Appell geht an die Politiker: Beteiligt euch nicht an dem aufkommenden Kulturkampf 2.0! Wendet euch den wirklichen Problemen zu!

Mein Appell geht an die Richter: Bremst den ausufernden Kulturkampf 2.0 im Rahmen eurer rechtlichen Möglichkeiten durch Augenmaß und friedliche Lösungen.

Mein Appell geht an die Medien: Beteiligt euch nicht an Hetze, die sozialen Unfrieden heraufbeschwört, sondern berichtet versöhnlich, demokratisch und fair über religiöse Fragen und über Minderheiten aller Art. Und lasst die Betroffenen selbst zu Wort kommen, statt sie zu ächten.

Mein Appell geht an die Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften: Setzt euch nüchtern mit den kommenden Entwicklungen auseinander und erhebt eure Stimme. Lasst euch nicht auseinander dividieren, weil ihr in der einen oder anderen ethischen Fragen unterschiedliche Akzente setzt, sondern seht das Gesamtbild. Wer heute schweigt, wird morgen selbst Zielscheibe sein. Mit den Worten von Ulrich Parzany sage ich: „Steht auf, wenn ihr Christen seid!“

Mein Appell an alle ist: Einer friedlichen und demokratischen Gesellschaft zuliebe bitten wir euch, den aufkommenden Kulturkampf 2.0 zu beenden und nicht ständig an rechtlichen Stellschrauben zu drehen, die den Spielraum der Kirchen einengen sollen.

Das westliche Christentum hat sich sowieso in weiten Teilen der westlichen Kultur bis kurz vor die Selbstaufgabe angepasst. Jetzt ist ein Punkt erreicht, wo dies nicht weiter möglich ist, ohne den christlichen Glauben selbst aufzugeben. Wer es trotzdem erzwingen will, tut der Christenheit vielleicht sogar einen Dienst, weil sie sich ganz neu fragen muss, was ihr Glaube an Gott eigentlich im Alltag bedeutet und wie viel er ihnen eigentlich wert ist.

Wie endet die Manhattanerklärung so treffend: „Wir werden ganz und ohne Widerwille dem Kaiser geben, was des Kaisers ist. Doch unter keinen Umständen werden wir dem Kaiser geben, was Gottes ist.“

Das ist keine Drohung – das steht uns Christen nicht an. Es ist einfach eine Feststellung. Und dass wir sie ernst meinen, haben wir in der Geschichte zu Genüge bewiesen.

Link zum Artikel: Der aufziehende Kulturkampf 2.0

Interessanter Link: Die Manhatten-Erklärung

01.12.2009

Türkei zu Minarett-Verbot: 'Rassistisch und faschistisch'

Das schweizer Minarettverbot führt zu interessanten Aussagen. Nun hat sich der türkische Ministerpräsident Erdogan dazu geäußert und es als "Rassistisch und faschistisch" bezeichnet und dann sagte er: «Ebenso wie Antisemitismus ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist, so ist auch Islamophobie ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit»

Ich bin sehr froh für diese klaren Worte, denn diese Worte sagen endlich offen aus was davon zu halten ist wenn Menschen die Religion anderer unterdrücken.
Aber das dies die Worte eines Muslims sind und zudem die Worte des türkischen Ministerpräsidenten verwundert mich nun schon. Denn er bezeichnet damit sein eigenes Land als "Rassistisch und faschistisch, denn in der Türkei werden bis Heute Christen verfolgt und unterdrückt. So ist es bis Heute kaum möglich in der Türkei Kirchen zu bauen oder zu erhalten und zu renovieren, so ist es bis Heute nicht möglich Priester ausbilden zu lassen, so ist es bis Heute leider normal das Ex-Muslime verfolgt und Christen bedroht werden.
Noch schlimmer ist es in vielen anderen islamischen Ländern wo Christen entrechtet leben und es sogar verboten ist eine Bibel zu besitzen. Als Steigerung dazu sind ganze Gebiete in Saudi Arabien für Nicht-Muslime verboten ... wie ist das im Vergleich zu einem harmlosen Minarettverbot zu sehen?

Und am aller schlimmsten ist der Koran und ist Mohammed. So beleidigt der Koran andere Religionen und wie der Ausspruch von Mohammed - "wer den Islam verlässt den tötet" - als Steigerungsform zu einem harmlosen Verbieten von Türmchen zu Moscheen zu sehen ist möchte ich jetzt nicht ausmalen, denn es würde - wenn ich die Wortwahl vom Ministerpräsident Erdogan verwende - schon weit in allerschlimmste Beleidigungen ausarten und das möchte ich nun wirklich nicht.

So gesehen danke ich den Schweizern, denn ihre Abstimmung zeigt auf wie man das Handeln von Muslimen sehen müssen wenn wir es mit islamischen Augen sehen würden.